Pozesskostenhilfe

Wenn Ihre Einkünfte und Ihr Vermögen niedrig sind, haben Sie Anspruch auf Beratungs- und Prozesskostenhilfe:


Die Beratungshilfe ermöglicht Ihnen eine kostengünstige außergerichtliche Beratung und Vertretung durch einen Anwalt Ihrer Wahl. Die Anwaltskosten werden von der Staatskasse übernommen. Der Kostenanteil gegenüber dem Anwalt beträgt 10,- €.



Von der Prozesskostenhilfe erfasst werden die Kosten des eigenen Anwaltes im gerichtlichen Verfahren, sowie die Gerichtskosten. Je nach den individuellen Möglichkeiten entfallen die Kosten insgesamt oder Sie können ratenweise abgezahlt werden. 

Wann und wie gibt es diese Hilfen ?


Ob Sie diese Hilfen bekommen, richtet sich nach Ihrem Einkommen und Ihrem Vermögen. Bringen Sie daher alle notwendigen Unterlagen, wie Lohn- und Gehaltsabrechnungen, Mietvertrag etc. mit.

Bei der Prozesskostenhilfe müssen Sie einen Teil der Kosten unter Umständen in Raten "abstottern".


Prozess läuft schon – was nun?


Wenn Sie bereits einen Prozess am Hals haben und unsicher geworden sind, warten Sie nicht erst bis zur letzten mündlichen Verhandlung. Scheuen Sie sich nicht, unverzüglich zum Anwalt zu gehen. Er sagt Ihnen, was noch zu retten ist. Sie waren sich Ihrer Sache sicher und haben zunächst doch auf einen Anwalt verzichtet. Plötzlich halten Sie ein Urteil in der Hand, mit dem Sie überhaupt nicht einverstanden sind. Die „erste Runde“ haben Sie damit verschenkt. Fehler macht jeder einmal. Lassen Sie den Kopf nicht hängen und gehen Sie umgehend zu einem Anwalt. Er kann Ihnen sagen, ob es sich lohnt, gegen das Urteil Rechtsmittel einzulegen. Auch für die Berufung können Sie Prozesskostenhilfe in Anspruch nehmen.