Kosten und Gebühren

 

Viele Mandanten haben keine konkrete Vorstellung davon, mit welchen Kosten Sie bei der Beauftragung eines Rechtsanwalts rechnen müssen. Deshalb möchte ich an dieser Stelle die wesentlichen Punkte allgemein zusammenfassen. Bei familienrechtlichen Fragen verweise ich auf die weitergehenden Ausführungen dort.

 

Im Übrigen informiere ich Sie gleich zu Beginn meines Mandats über die konkrete Höhe der Gebühren in Ihrem Fall. Zögern Sie nicht, mich danach zu fragen.

 

Die wichtigsten Punkte:

 

  • Die anwaltliche Vergütung ist zum größten Teil gesetzlich geregelt im Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG). Die Gebühr wird ermittelt anhand des Gegenstands- bzw. Streitwerts. Je höher der Streitwert, desto höher auch die anwaltlichen Gebühren.
    Der Gegenstandswert bildet die gesetzliche Grundlage für die Höhe der Gebührenrechnung. Im gerichtlichen Verfahren wird dieser Streitwert durch das Gericht festgesetzt.

  • Die Vergütung für die außergerichtliche, ausschließlich beratende Tätigkeit ist nicht mehr vom gesetzlichen Gebührenkatalog im RVG erfasst. Die Anwälte sollen nach dem Willen des Gesetzgebers auf eine Gebührenvereinbarung mit dem Mandanten hinwirken. In diesen Fällen werden wir eine Vergütungsvereinbarung treffen.

  • Ihre Rechtsschutzversicherung erstattet nicht jede Inanspruchnahme anwaltlicher Leistung. Die Vertretung in Scheidungs- und anderen Familienverfahren ist grundsätzlich ausgenommen. Wenn Sie sicher gehen wollen, dass die von Ihnen gewünschte Anwaltstätigkeit von Ihrer Rechtsschutzversicherung übernommen wird, sollten Sie selbst vorab Ihre Versicherung danach fragen. Diese erteilt Ihnen gegebenfalls die sogenannte Deckungszusage.

  • Für die außergerichtliche Tätigkeit kann bei entsprechenden Einkommens- und Vermögensverhältnissen beim Amtsgericht - dort der Rechtsantragsstelle - ein Antrag auf Beratungshilfe gestellt werden. Sie erhalten vom Gericht einen Berechtigungsschein für die Beratungshilfe. Für die anwaltliche Tätigkeit haben Sie dann nur einen eigenen Kostenbeitrag von 15,- € zu tragen.

  • Für ein gerichtliches Verfahren kann bei entsprechenden Einkommens- und Vermögensverhältnissen auf Antrag bei Gericht Prozesskostenhilfe für die eigenen Rechtsanwalts- und Gerichtskosten bewilligt werden.

  • Sofern Sie Ihren Prozess gewinnen, ist der Gegner verpflichtet, die von Ihnen verauslagten Anwaltsgebühren und Gerichtskosten zu ersetzen. Sollten Sie den Prozess verlieren, müssen Sie zusätzlich zu Ihren eigenen Anwaltsgebühren und den Gerichtskosten auch die Anwaltsgebühren der Gegenseite tragen.

  • Diese Kostenregelung gilt nicht im arbeitsgerichtlichen Prozess erster Instanz. Hier muss jede Partei unabhängig vom Ausgang des Rechtsstreits ihre Rechtsanwaltskosten selbst tragen. Der Verlierer muss die Anwaltskosten des Gewinners nicht erstatten. Nach dem RVG bin ich berechtigt, auf die voraussichtlich entstehenden Gebühren einen angemessenen Vorschuss zu nehmen.